CDU Kreisverband Oldenburg-Land

Verjüngungskur für Ganderkeseer CDU

Cindy Klüner neue Gemeindeverbandsvorsitzende – Bardeck und Jesußek werden Stellvertreter

Verjüngungskur für die Ganderkeseer CDU: Die 38-jährige Cindy Klüner wurde am Montagabend im Gasthof „Lüschens Bauerndiele“ in Stenum zum Nachfolger von Hillard Bley (65) gewählt. 22 der 23 wahlberechtigten Mitglieder stimmten für Klüner. Die hauptberufliche Schornsteinfegermeisterin erhielt eine Gegenstimme.

CDU-Kreisvorsitzender Ansgar Focke (links) mit dem neuen Vorstandsteam (von links): Carsten Jesußek, Cindy Klüner, Marco Bardeck, Ralf Wessel, Heiderose Runge, Manfred Bartsch, Günther Runge und Frank Iden.CDU-Kreisvorsitzender Ansgar Focke (links) mit dem neuen Vorstandsteam (von links): Carsten Jesußek, Cindy Klüner, Marco Bardeck, Ralf Wessel, Heiderose Runge, Manfred Bartsch, Günther Runge und Frank Iden.
 Bley gab nach vier Jahren an der Spitze des CDU-Gemeindeverbandes Ganderkesee das Amt aus persönlichen Gründen ab (dieNWZ  berichtete). Der pensionierte Polizeibeamte aus Altengraben hatte 2011 die Nachfolge des heutigen CDU-Ehrenvorsitzenden Hans-H. Hubmann angetreten. Klüner und Hubmann würdigten die Arbeit Bleys. An den neuen Vorstand appellierte der CDU-Ehrenvorsitzende: „Haltet zusammen!“

Auch in der Riege der Stellvertreter gab es einen Wechsel: Petra Hubmann-Lübbekandidierte aufgrund ihrer großen beruflichen Belastung nicht wieder für einen der beiden Stellvertreter-Posten. Zum Nachfolger wurde Carsten Jesußek (46) gewählt. Zweiter Stellvertreter bleibt Marco Bardeck (26).

Sämtliche vier Beisitzer wurden neu gewählt: In ihren Ämtern bestätigt wurdenGünther Runge und Ralf Wessel. Neue Beisitzer sind Frank Iden und Manfred Bartsch, die Jerry Ostermann und Günter Westermann ablösen. Weiter das Amt der Schriftführerin bekleidet Ursula Sachse. Auch Schatzmeisterin Heiderose Rungewurde einstimmig im Amt bestätigt. Als Kassenprüfer rückt Gerd Brand für Dieter Osterloh nach. Günter Westermann bleibt noch ein Jahr als Prüfer im Amt.

Als Wahlleiter hatte der CDU-Kreisvorsitzende Ansgar Focke fungiert. Der 33-jährige Landtagsabgeordnete rügte die „massiven handwerklichen Fehler“ der rot-grünen Landesregierung. Diese habe die Gymnasiallehrer gegen sich aufgebracht und die Integrierte Gesamtschule (IGS) zur „ersetzenden Schulform“ gemacht. „Ab August wird es an den Schulen lange Gesichter geben“, wies Focke auf den Lehrkräftemangel hin. Bei der Flüchtlingspolitik setze Rot/Grün den sozialen Frieden aufs Spiel: Im Sommer würden etwa 45 000 Flüchtlinge nach Niedersachsen kommen. Die Zahl werde vermutlich noch um 20 Prozent steigen, so Focke. Gleichzeitig gebe es 18 000 nicht anerkannte Asylbewerber im Land, die Innenminister Boris Pistorius (SPD) nicht ausweise. Die Kommunen müssten mit zusätzlichen Belastungen in Millionenhöhe rechnen.

Der verjüngte CDU-Ortsvorstand will nach den Worten seiner Vorsitzenden Cindy Klüner schnell seine Arbeit aufnehmen: „Wir wollen eine große Familie sein“, kündigte sie mit Blick auf den Kommunalwahlkampf 2016 an. Die Union wolle wieder junge Menschen für die Politik begeistern und die Zusammenarbeit mit Institutionen in der Gemeinde suchen. Ziel der CDU sei es, bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 die stärkste Fraktion im Gemeinderat zu werden.