CDU Kreisverband Oldenburg-Land

„Breitband ist ein Motor für Innovationen“

Astrid Grotelüschen bereist mit Vertretern des Bundes-Breitbandbüros den Wahlkreis. Sie wirbt in Handwerks-Betrieben für schnelles Internet.

Bei der Frage nach der Schnelligkeit seines Firmen-Internets musste Carsten Wichmann nicht lange überlegen. Etwa „35 Mbit“ seien es wohl – und damit sei er recht zufrieden. Doch am Mittwoch könnten dem Inhaber der Tischlerei Sandkuhl Zweifel gekommen sein, ob diese Zufriedenheit noch lange anhält. Denn: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen war mit zwei Vertretern des Bundes-Breitbandbüros und der Ganderkeseer CDU-Fraktion bei Sandkuhl zu Gast – und warf einen Blick in die nahe digitale Zukunft.
Kurz zum Hintergrund: Bis Ende 2018, so sagte Grotelüschen, strebe die Bundesregierung eine flächendeckende Grundversorgung von 50 Mbit an. Aktuell werde diese Datenübertragungsrate in 64 Prozent der Haushalte erreicht, auf dem Lande aber nur von 20 Prozent. Nach überschlägigen Berechnungen würden 20 Milliarden Euro benötigt, um das Ziel zu schaffen. Ein Hindernis auf dem Weg zu diesem Ziel sei „meistens das letzte Kabel“, nämlich das vom Verteiler hinein ins Gebäude, sagte Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Bundes-Breitbandbüros. Das sei „meistens zu alt“, müsse ausgetauscht werden durch ein Glasfaserkabel. Unterstützung beim Austauschen könne womöglich ein geplantes Förderprogramm von Bund und Ländern bieten, das für Ende 2015/Anfang 2016 vorgesehen sei. Genau hier setzt Grotelüschen an. „Breitband ist ein Innovationsmotor“, das gelte auch und gerade für den Mittelstand und Handwerksbetriebe, warb sie. Und es sei auch für die Region „ein ganz bedeutsames Thema“. Da liege es nahe, wenn in Kommunen schon jetzt Konzepte erarbeitet werden, die dann kurzzeitig aus der Schublade gezogen werden könnten. Wann genau die 35 Mbit von Sandkuhl nicht mehr zufrieden stellen dürften, blieb offen. Brauckmüller prognostizierte, dass für Gewerbebetriebe wohl schon bald 100 Mbit und mehr gebraucht würden. (NWZ v. 20.11.2014)