CDU Kreisverband Oldenburg-Land

Polit-Praktikantin pünktlich und patent

Anspruchsvolle Arbeit: Auf einer großen Garten-Baustelle am Fillerberg in Wildeshausen absolvierte Astrid Grotelüschen ihren Praxistag. Unter Anleitung von Landschaftsgärtnerin Kirsten Glümer (links) verlegte sie unter anderem Rollrasen und Matten für dieAnspruchsvolle Arbeit: Auf einer großen Garten-Baustelle am Fillerberg in Wildeshausen absolvierte Astrid Grotelüschen ihren Praxistag. Unter Anleitung von Landschaftsgärtnerin Kirsten Glümer (links) verlegte sie unter anderem Rollrasen und Matten für die

Astrid Grotelüschen lernt Berufsalltag im Garten- und Landschaftsbau kennen

Sie erschien überpünktlich zur Arbeit, hat kräftig mit angepackt und Vorarbeiter wie Firmenchef überzeugt: „Wenn sie mal in der Politik nicht mehr klarkommt, sollte sie sich bei uns bewerben“, bewertet Garten- und Landschaftsbauer Volker Kreye die Tätigkeit seiner Praktikantin. Die kommt schon klar in der Politik, will aber noch besser klarkommen – deshalb hat Astrid Grotelüschen in Volker Kreyes Betrieb einen Tag lang mitgearbeitet.
Unternehmen und Beschäftigte in der Region mit deren Alltagsabläufen und Herausforderungen besser kennenzulernen: Das ist ein Ziel der Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land. „Ich möchte ein enges Netzwerk knüpfen und die Kommunikation ausbauen“, sagt die CDU-Politikerin und nennt das „Politik zum Anfassen“. Und Anfassen war von ihr gefordert am Donnerstag. Schon früh: Um 7 Uhr ging’s los zur Baustelle nach Wildeshausen. „Seien Sie pünktlich“, hatte ihr Kreye bei einer ersten Begegnung ein paar Wochen zuvor in Delmenhorst mit auf den Weg gegeben. Der Betrieb des Ganderkeseers war der Abgeordneten durch eine Aktion von Wirtschaftsverbänden vermittelt worden: Im Rahmen des Projekts „Politik im Praktikum“ konnte sie sich zunächst unter mehr als 100 Berufen überlegen, in welchen sie hineinschnuppern wollte. Mit den Belangen des Garten- und Landschaftsbaus sei sie ohnehin schon lange vertraut gewesen, sagt die Ahlhornerin. „Und Garten ist ja auch mein Hobby.“ Dass der Arbeitsalltag des Landschaftsgärtners indes ein bisschen anspruchsvoller ist als ein paar Stunden Unkrautjäten daheim, war Astrid Grotelüschen klar. Und nach ihrem persönlichen Blick in die Praxis „Man geht mit einer Vielzahl von Materialien schwärmt sie von den Bedingungen: Die Tätigkeiten seien kreativ, man müsse im Team arbeiten und mit Kunden umgehen können. „Und man ist den ganzen Tag an der frischen Luft!“ Volker Kreye fällt noch mehr ein: um.“ Und die Technik, die einen Garten zum Erlebnis macht, schreite rasant voran. Aktuelle Probleme der Branche blieben der Abgeordneten nicht verborgen. Dass Betriebe mittlerweile auch in Deutschland ohne Meisterbrief geführt werden dürfen, moniert Kreye zum Beispiel: „Da wird oft schlechte Arbeit geleistet und das fällt dann auf das ganze Handwerk zurück.“ Unterschiedliche Mehrwertsteuersätze waren ebenfalls ein Thema in den Gesprächen zwischen Gartenbauer und Polit-Praktikantin. Natürlich auch der Nachwuchsmangel – obwohl Kreye diesen weniger spürt als andere in der Branche. Doch auch er sucht stets qualifizierte junge Leute. „Wir nehmen gerne weitere Praktikanten auf“, sagt er – auch welche, die nicht aus der Politik kommen. Und die länger bleiben. (NWZ v. 05.09.2014)