(v.l.) Kreisvorsitzender G. Reise, A.Grotelüschen MdB, Prälat P. Kossen und Landesvorsitzender R. Hajek Mit mehreren hundert Mitgliedern hat die Kreisvereinigung der Senioren-Union der CDU am Mittwochnachmittag ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Im Gasthof „Zum Deutschen Hause“ gab es aus diesem Anlass viele Glückwünsche und lobende Worte.
Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen, die vom Vorsitzenden Günter Reise als „unsere Frontfrau“ begrüßt worden war, erinnerte daran, dass das ehrenamtliche Engagement gerade der älteren Menschen ein wichtiges Element für den Zusammenhalt der Gesellschaft sei. Die Senioren-Union sei kreativ und hellwach. „Ohne Eure Arbeit wäre unsere Gesellschaft menschlich kälter“, so Grotelüschen. Der Landesvorsitzende der Senioren-Union Niedersachsen, Rainer Hajek, unterstrich in seinem Grußwort die personelle Stärke der Kreisvereinigung. Mit aktuell 425 Mitgliedern liege Oldenburg Land auf einer Höhe mit der Bundeshauptstadt Berlin (450), Bremen (434) und Hamburg (451). Die Senioren-Union der CDU repräsentiert bundesweit knapp 60 000 politisch interessierte Menschen ab 60 Jahren. Kreisvereinigungsvorsitzender Günter Reise erinnerte in seinem Rückblick unter anderem an die beiden Gründerväter Helmut Deutsch (Hude) und Ludwig Dunschen (Dünsen), deren Weitsicht die Gründung der Kreisvereinigung 1989 erst ermöglicht habe. Hattens stellvertretender Bürgermeister Manfred Huck überbrachte der Versammlung die Glückwünsche von Rat, Verwaltung und CDU-Gemeindeverband. Um den Zusammenhalt drehte sich auch der Festvortrag des Prälaten Peter Kossen. der die Grundlagen einer zukunftsfähigen menschlichen Gesellschaft formulierte. Nur Solidarität, so seine Botschaft, könne die globale Lebens- und Wirtschaftsordnung in einem stabilen Gleichgewicht halten. In Deutschland sei die soziale Marktwirtschaft in eine Schieflage geraten. Kossen kritisierte den Missbrauch von Werkverträgen und das Lohnkostendrücken um jeden Preis. Der Prälat fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort, eine weitestgehende Einschränkung der Werkverträge in der Fleischindustrie, menschenwürdige dezentrale Unterkünfte für Migranten. „Alle Arbeiter müssen in deutsche Sozialkassen einzahlen und dazu in der Lage sein“, so Kossen.