CDU Kreisverband Oldenburg-Land

Großer Druck auf Wohnungsmarkt

CDU begrüßt neues Baugebiet an der Wilhelmstraße – Erschließung vernünftig regeln

CDU-Landtagsabgeordneter Ansgar Focke bereiste die Gemeinde. Auch die Situation an der Parkstraße wurde diskutiert. Es gibt einen extrem hohen Druck, was den Wohnungsmarkt in Hude angeht – aus Oldenburg, aber auch aus Hude selbst. „Leute, die hier aufgewachsen sind, können hier nicht bauen und ziehen nach Berne oder Hatten“, nannte CDU-Ratskandidatin Sandra Meyer einige Beispiele am Donnerstag während der Sommertour mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke.
Schauten sich das geplante Baugebiet an der Wilhelmstraße an: CDU-Politiker, Vertreter des Gewerbevereins und Landtagsabgeordneter Ansgar Focke (2. v. rechts).Schauten sich das geplante Baugebiet an der Wilhelmstraße an: CDU-Politiker, Vertreter des Gewerbevereins und Landtagsabgeordneter Ansgar Focke (2. v. rechts).
Focke besichtigte mit CDU-Mitgliedern die von der Gemeinde frisch erworbene Fläche an der Wilhelmstraße, wo neue Baugrundstücke erschlossen werden sollen. Etwa 50 Wohneinheiten könnten auf knapp drei Hektar entstehen, so die Verwaltung. Auf weiteren zwei Hektar will ein privater Investor vornehmlich Wohnraum für Senioren schaffen (NWZ  berichtete). Auch das neue Baugebiet werde den großen Druck kaum mindern, so Andreas Otte, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins und CDU-Kandidat für den Rat. Die Warteliste sei sehr lang, hieß es. Dass so viele Huder wegzögen, sei nicht gut für die Gemeinde, betonte Sandra Meyer. Thema vor Ort war auch die erforderliche Erschließung des neuen Baugebietes über Wilhelmstraße, Friedrichstraße und Königstraße. Es sei sinnvoll, den erforderlichen Aus- und Umbau der Wilhelmstraße gleich mit in den Bebauungsplan aufzunehmen und die Kosten auf die Erwerber der neuen Grundstücke umzulegen. So würden die Altanlieger nicht belastet, regte Andreas Otte an. Wie die NWZ  berichtete, findet eine erste Beratung über das neue Baugebiet am Mittwoch, 10. August, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt statt. Ein weiteres Thema dieser Sitzung wird auch die geplante Fortführung der Dr.-Gustav-Thye-Straße sein – hinter dem neuen Rossmann an der Bahn entlang bis zum Torfplatz. Lutz Harfst, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins, betonte bei dem Gespräch mit CDU-Politikern, wie wichtig diese innerörtliche Umleitungsmöglichkeit sei, wenn zum Beispiel für Großveranstaltungen die Parkstraße gesperrt werden müsse. Die Idee der SPD, in dem hinteren Bereich der Parkstraße dann auch kleinteilige Geschäfte mit innenstadtrelevanten Sortimenten zuzulassen, wird von der CDU abgelehnt, wie Ratsherr Wilfried Siems betonte. Parkplätze seien dort wichtig, aber keine Geschäfte in zweiter Reihe, hieß es. Geschäfte dort seien zum Scheitern verurteilt, meinte auch Ansgar Focke. „Da hält sich kein Laden“, verwies er auf Situationen in anderen Städten. Auch über die starke Verkehrsbelastung der Parkstraße wurde diskutiert. Eine weitere Ampel zur Beruhigung wurde vorgeschlagen. Laut Ansgar Focke ist Hude – außer Wildeshausen – die einzige Gemeinde im Landkreis mit einer „echten Innenstadt“. Man könne den Verkehr beruhigen, aber er müsse bleiben: „Verkehr heißt auch Leben“, so Focke. Die Rundreise führte ihn außerdem unter anderem über Vielstedt nach Wüsting (Seniorenzentrum) bis zum neuen Gewerbegebiet Holler-Neuenwege.