Zur Person: Ansgar Focke ist Geschäftsführer des CDU-Landesverbandes Oldenburg, der am Sonnabend in Wardenburg (Landkreis Oldenburg) seinen kleinen Landesparteitag abgehalten hat. Der 31-Jährige ist Mitglied des Niedersächsischen Landtags.
Frage: Beim kleinen Landesparteitag des CDU-Landesverbandes Oldenburg am Sonnabend in Wardenburg stand der Ausbau der Infrastruktur im Nordwesten im Mittelpunkt. Gerade das Oldenburger Land habe hier eine besondere Verantwortung, hieß es. Warum?
Focke: Strom aus regenerativen Energiequellen wird vor allem bei uns im Norden produziert, aber nur zu einem geringen Teil verbraucht. Der Strom aus dem Norden muss Richtung Süden transportiert werden.
Frage: Wie steht die örtliche CDU zum regionalen Stromnetz-Ausbau?
Focke: Grundsätzlich müssen der Ausbau der Stromnetze und die Planung neuer Trassen genau geprüft werden. Dabei dürfen bereits vorhandene Stromtrassen nicht ausgespart werden. Wir halten es für sinnvoll, bestehende Trassen zunächst zu ertüchtigen, bevor neue Leitungen gebaut werden.
Frage: Beim Thema Netzausbau fällt einem auch schnell das Internet ein. Was kann die Politik tun, um die Versorgung vor allem auch der ländlichen Regionen mit schnellem Internet voranzutreiben?
Focke: In den vergangenen Jahren wurde viel Geld in den Ausbau des Breitbandnetzes investiert. Auch viele Dörfer und Bauerschaften haben schnelles Internet bekommen. Ziel der CDU im Oldenburger Land ist es, auch weiterhin dafür einzutreten, dass jeder Haushalt Anspruch auf schnelles Internet bekommt.
Frage: Welches sind die weiteren zentralen Themen, die der CDU-Landesverband Oldenburg in den nächsten Jahren anpacken will?
Focke: Die CDU im Oldenburger Land wird auch weiterhin einen Schwerpunkt auf die Fortentwicklung der Infrastruktur legen. Wichtig sind der CDU aber auch starke Städte und Landkreise, die bürgernah entscheiden. Das sehen wir mit den neuen rot-grünen Landesbeauftragten stark gefährdet. Der zweistufige Aufbau der Verwaltung hat sich bewährt. Eine neue Bezirksregierung braucht kein Mensch.
(NWZ v. 04.11.2013)